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Messen |
Start : 27.05. End : 27.05. |
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Zum Thema Futter möchten wir Ihnen hier die folgenden Erklärungen und Empfehlungen an die Hand geben. Nehmen Sie sich die Zeit, es lohnt sich ! Das Ökosystem Aquarium Das „Miniaturökosystem“ Aquarium unterliegt vor allem durch die Ausscheidungen der Fische extremen Belastungen. Vor allem Phosphor und Aminosäuren, die den Fischkörper über das Futter betreten und sich über den Stoffwechselvorgang und die Nitrifikation in Nitrate und Phosphate umwandeln, belasten das kleine Ökosystem. Algenprobleme und kranke Fische sind die Folge. Häufige und große Teilwasserwechsel sind notwendig, um das Ökosystem Aquarium am Leben zu erhalten. Der Griff zur Chemiekeule verschlimmert die Probleme oft noch. Naturefood® löst das Problem an der Wurzel. Ausgewogenheit der Inhaltsstoffe sorgt für einen optimalen Verdauungsvorgang. Wasserbelastende Stoffwechselprodukte werden auf ein Minimum reduziert. Pflanzen und Tiere werden weniger belastet und es sind weniger Wasserwechsel erforderlich. ![]() Trockenfuttermittel und die Bedeutung von Lebendfutter bei der Ernährung von Zierfischen. Im Bereich der Seewasseraquaristik weiß man es schon lange: Ohne Lebendfutter und Naturfutter geht's nicht! Auch in der Süßwasseraquaristik geht es den Fischen nicht wirklich gut ohne Naturfutter. Ein sehr wichtiges Naturfutter, die Algen, stehen in jedem Aquarium den Pflanzenfressern zur Verfügung. Lebendfutter : Als Lebendfutter werden Tiere bezeichnet, die lebend verfüttert werden. Diese Futtertiere können z.B. Wasserflöhe sein, die wir selbst in einem Teich fangen. Der Zoofachhandel bietet ebenfalls gutes Lebendfutter an. Trockenfuttermittel erreichen, seien sie auch noch so gut, nie die Qualität von Lebendfutter. Lebendfutter hat folgende Vorteile: - reich an Vitalstoffen (Vitamine und andere lebensnotwendige Wirkstoffe) - keine Konservierungsstoffe - Anregung des Jagdinstinktes - Beschäftigung Der Hauptvorteil gegenüber jedem Trockenfuttermittel (auch unserer Produkte!), liegt darin, dass das Tier lebendige, unveränderte Nahrung zu sich nimmt. Nahrung, in einer Form die der Fischorganismus seit so zu sagen Urzeiten kennt. Alle Vitalstoffe stehen dem Fisch im richtigen Verhältnis zueinander zur Verfügung. Ein Trockenfuttermittel kann das unmöglich. Der entscheidende Nachteil von Trockenfuttermitteln liegt darin, dass die Zutaten mehr (bei Flockenfutter ca. 160°C) oder weniger (bei Extrudaten, wie Naturefood® ca. 60°C) erhitzt wurden. Ab Temperaturen von über 70°C werden Vitalstoffe massiv abgetötet. Pflanzliches Lebendfutter :Damit bezeichnen wir an dieser Stelle unveränderte, lebendige Pflanzen. Zum Beispiel Algen oder Wasserpflanzen. Aber auch die Gurken- oder Zucchinischeibe, das Salat- oder das Spinatblatt oder auch die rohe Kartoffelscheibe soll darunter fallen. Abgeschnittene Pflanzenteile, also alles was im letzten Satz aufgezählt wurde, könnte streng genommen eher dem Bereich des Pflanzlichen Naturfutters zugeordnet werden, da abgeschnittene Pflanzenteile ja technisch gesehen nicht mehr leben. Das wollen wir an dieser Stelle vernachlässigen, da abgeschnittene Pflanzenteile aus unserer Sicht ein genauso hervorragendes Futtermittel sind, wie lebende Algen oder Wasserpflanzen. Auch hier gilt: Pflanzliche Trockenfuttermittel können nie die Qualität von Pflanzlichem Lebendfutter erreichen. Wichtig: Pflanzliches Lebendfutter verliert seinen Wert, wenn es erhitzt wird. Es ist dann nicht hochwertiger als Trockenfuttermittel, da das Erhitzen ja gerade das Hauptproblem von Trockenfutter ist. Wenn bestimmtes Grünfutter (z.B. von Tropheusbuntbarschen) nicht gleich akzeptiert wird, kann es übergangsweise leicht gedünstet werden. Die Empfehlungen von Naturefood®: - Füttern Sie Ihren Fischen zusätzlich zu Naturefood® möglichst viel Lebendfutter. Natürlich muss darauf geachtet werden, dass je nach Ernährungsgewohnheit der jeweiligen Art mehr das Pflanzliche, oder mehr das Tierische Lebendfutter überwiegt. - Fördern Sie ein gesundes Wachstum der Algen und Wasserpflanzen. Damit ist nicht das überhand nehmen von Algen gemeint, was eher ein Hinweis auf schlechte Wasserqualität ist. Reinigen Sie nur die Frontscheibe von Algen; lassen Sie den Rest Ihren Tieren. Es ist das Beste, was sie Ihren Fischen "servieren" können. - Als Lebendfuttertiere eignen sich Futtertierchen aus naturnahen und unbelasteten Teichen und Bächen. Aber auch die Regentonne und vor allem der Gartenteich beherbergen Schwarze Mückenlarven (von der Stechmücke oder Schnake) und anderes Kleingetier in sehr guter Qualität. - Verwenden Sie als Futterpflanzen nicht den "toten" und verstrahlten Salat oder die Gurke vom Supermarkt. Das ist nicht gut für Mensch und Tier. Besser sind die Produkte vom Bioladen. Noch besser nehmen Sie Pflanzen aus Ihrem Nutzgarten oder dem des Nachbarn, der sein Essen auch nicht vergiftet. Am besten sind natürlich verschiedene Wildpflanzen, wie z.B. Entengrütze, Löwenzahn oder Vogelmiere, u.a.. - In Fachbüchern werden für die unterschiedlichen Arten, spezielle Rezepturen zum selber machen vorgestellt. Auch diese Futter Marke "Eigenmix" sind als Zusatzfutter durchaus zu empfehlen. Wichtig dabei ist, dass die Bestandteile nicht erhitzt wurden. - Das Trockenfuttermittel, z.B. Naturefood® Premium, ist trotzdem sehr wichtig, da es die Ausgewogenheit herstellt. Es sollte täglich gefüttert werden. Tierisches Naturfutter:Als Naturfutter bezeichnen wir Futtertiere aus dem Bereich des Lebendfutters, die gefrostet oder gefriergetrocknet zu uns kommen. Dieses Futter beinhaltet bereits weniger Vitalstoffe (Vitamine und andere lebensnotwendigen Wirkstoffe). Die Gefahr der Einschleppung von Krankheitserregern ist nicht ganz ausgeschlossen, denn einige Erreger überdauern auch das gefrorene Stadium. Hinzu kommt noch die extrem schwankende Qualität. Bei der Betrachtung des Preis – Leistung - Verhältnisses muss berücksichtigt werden, dass Frostfutter oft über 80% Wasser enthält. Nassfutter (Einzelfuttermittel, Mischfuttermittel): Als Nassfutter bezeichnen wir alle Futtermittel, die aus verschiedenen Grundstoffen hergestellt sind. Hauptaugenmerk sollte hier auf ein natürliches Nahrungsspektrum der zu fütternden Tiere gelegt werden. Substanzen, die auf Säugereiweiß beruhen (z.B. Rinderherz), sollten nicht verabreicht werden, da gerade diese Futtermittel schlecht für Fische verwertbar sind. Weiterhin ist der oft hohe Wasseranteil preislich zu beachten. Rinderherz enthält ca. 75%, Muschelfleisch ca. 80% Wasser. Die Empfehlungen von Naturefood®: - Gutes Tierisches Naturfutter und Nassfutter ist qualitativ mit guten Extrudaten zumindest gleichzusetzen. Wenn kein Lebenfutter zur Verfügung steht, sollte Tierisches Natur- oder Nassfutter bei Carnivoren ("Fleischfressern") zugefüttert werden. Allerdings ist auch schlechtes Naturfutter am Markt. Kaufen Sie nur bei einem Zoofachhändler, dem Sie wirklich vertrauen! - Das Trockenfuttermittel, z.B. Naturefood® Premium, ist trotzdem sehr wichtig, da es die Ausgewogenheit herstellt. Es sollte täglich gefüttert werden. Trockenfutter: Bei den heute verwendeten Trockenfuttermitteln, unterscheiden wir zwischen vier verschiedenen Herstellungsweisen: -Pellets Ein Futter wird als „pelletiert“ bezeichnet, wenn lediglich eine Komponente gepresst wurde. Deshalb sind Pellets nur als Zusatzfuttermittel, jedoch nicht als Alleinfutter geeignet. Sobald das pelletierte Futter pflanzliche Kohlenhydrate beinhaltet (z.B. Getreide), ist es für alle Fische, die sich von tierischer Kost ernähren gänzlich ungeeignet, da diese nicht verdaut werden können. -Schwimmfutter (Teichsticks, Cichlidensticks u. Granulate vieler Hersteller) Aufgeschäumte Mischungen werden hergestellt, indem die Einzelkomponenten zerkleinert, vermischt und schließlich unter Gasbeimengung getrocknet werden. Auch hier fehlt jeder Schritt zur Aufspaltung der Kohlenhydrate. -Expandate (z.B. Flockenfutter) Diese Futtermittel stellen einen gewissen Fortschritt in der Zierfischernährung dar. Flocken werden unter Hitzeeinwirkung getrocknet. Dadurch werden einige Kohlenhydrate in eine besser zu verwertende Form gebracht. Der entscheidende Nachteil von Flockenfutter liegt darin, dass die Zutaten auf ca. 160°C erhitzt werden. Ab Temperaturen von über 70°C werden Vitalstoffe (Mineralstoffe, Vitamine und andere lebensnotwendigen Wirkstoffe) massiv abgetötet. -Extrudate (z.B. Naturefood®) Extrudate werden bei max. 60°C Hitzeeinwirkung und unter hohem Druck hergestellt. Deshalb sind hier fast alle Kohlenhydrate verwertbar; selbst für carnivore (fleischfressende) Fische mit geringer Enzymaktivität. Durch die niedrige Herstellungstemperatur werden die Vitalstoffe (Mineralstoffe, Vitamine und andere lebensnotwendige Wirkstoffe) weitgehend erhalten. Die Empfehlungen von Naturefood®: - Um eine Ausgewogenheit des Futters für Ihre Fische herzustellen, benötigen Sie ein Trockenfuttermittel. Es sollte täglich gefüttert werden. - Füttern Sie ausschließlich extrudierte Trockenfuttermittel. - Füttern Sie zusätzlich Lebend- und Naturfuttermittel möglichst oft. ![]() Rohprotein, Rohfett, Rohfaser ... Welche Rolle spielen diese Begriffe bei der Ernährung von Zierfischen? Rohprotein (Eiweiß) Aminosäuren/Stickstoff. Funktion: Wachstum; Bildung von Enzymen, die bei der Zellregeneration und Reproduktion eingreifen; Bildung von Geschlechtsprodukten. Das über die Ausscheidungen entstehende Abfallprodukt Ammonium belastet das Aquarienwasser nach der Umwandlung mit Nitrat (NO3). Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung für Wasserqualität und Lebensqualität der Fische, dass das Rohprotein vom Fisch verwertet und nicht als Ammonium ausgeschieden wird. Rohfett Funktion: Energie. Rohfett ist der Hauptenergielieferant bei Fischen! Der Fettgehalt sollte in einem genau definierten Verhältnis zum Eiweiß stehen (Ausgewogenheit der Inhaltsstoffe). Das Hauptproblem bei Fettmangel in der Nahrung ist, dass der Fisch seine Energie nicht mit Kohlenhydraten decken kann (bei Fleischfressern) oder decken möchte (Allesfresser, Aufwuchsfresser, Pflanzenfresser), sondern mit den für ihn leichter auch über Enzymaktivität zu verwertenden Fetten. Stehen nicht ausreichend Fette zur Verfügung, greift der Fisch auf die schwer zu verwertenden Proteine zurück. Das wiederum führt zu einem Anstieg von Ammonium im Blut. Das Ammonium im Blut muss das Tier wieder abbauen, und zwar über die Kiemen als Ammoniak! Dieser Vorgang belastet die Fischkiemen. Kiemen- und Folgeerkrankungen können die Folge sein. Und das Aquarienwasser wird mit hochgiftigem Ammoniak angereichert. Kohlenhydrate Funktion: Energie Carnivore (fleischfressende) Fische können jedoch keine Energie aus Kohlenhydraten gewinnen. Pflanzenfressende Zierfische können sich Energie aus Kohlenhydraten nur unter erschwerten Bedingungen erschließen. Der hohe Kohlehydratanteil der verwendeten Getreide ist also bei den meisten Fischfuttern nur bedingt verwertbar. Rohfaser (unverdaulich) Funktion: Bakterienfreundliche Siedlungsoberfläche (Bakterienaktivität) Zur Verwertung des schwer verdaulichen Getreides (Energiegewinnung aus Kohlenhydraten) ist ein hoher Rohfaseranteil erforderlich. Es entsteht zwar kein Nitrat, die Rohfaser wird jedoch wieder unverdaut ausgeschieden und verschmutzt Becken und Filter. Je nachdem, welches Herstellungsverfahren angewendet wurde, müssen die Rohfasergehalte unterschiedlich hoch sein. Bei wenig veredelten Futtermitteln (Pellets oder Schwimmfutter) bedarf es zur Verdauung einen höheren Rohfaseranteil (um 10%) als bei Extrudaten (Naturefood® Premium unter 1%). Bei einer ausgewogenen Ernährung mit Naturefood® gewinnen Ihre Fische die benötigte Energie aus Rohfett. Dies entspricht der natürlichen Nahrungsaufnahme. Ihre Tiere werden beim Stoffwechselvorgang weniger belastet. Selbst bei geringeren Wasserwechseln bleibt das Aquarienwasser klar und mulmfrei. Dem Aquarienwasser werden kaum Nitrate und Phosphate zugeführt. Das bedeutet, dass wir den Wasserwechsel und damit die Arbeit an unserem Aquarium drastisch reduzieren können. Trotzdem entsteht kein Algenproblem. Da Naturefood® besser verwertet wird, füttern sie nur die Hälfte der bisher verwendeten Menge. ![]() Die richtige Futtermenge: Der Inhalt einer Dose Naturefood® Premium wiegt ungefähr soviel, wie der Inhalt von zwei bis drei gleich großen Dosen Flockenfutter. Sie benötigen von Naturefood aufgrund des optimalen Verdauungsvorgangs nur 50% derselben Menge. Das heißt, dass eine Dose Naturefood® Premium solange reichen sollte, wie 4 - 5 Dosen herkömmlichen Flockenfutters und und fast doppelt solange, wie eine Dose herkömmlichen Granulates. Wichtig: Füttern Sie stets sparsam!! Fütterungszeiten: Unsere Zierfische nehmen unter natürlichen Bedingungen den ganzen Tag kleine Nahrungsmengen zu sich. Nur bestimmte Fisch fressende Arten, die nur ab und zu einen großen Fisch fressen bilden davon eine Ausnahme. Zur gesunden Ernährung muss dem Rechnung getragen werden indem die Tiere mehrmals täglich mit kleinen und kleinsten Mengen gefüttert werden. Aus Zeitgründen füttern AquarianerInnen manchmal die ganze Tagesration auf einmal. Empfindlichen Fischen "schlägt dies auf den Magen". Verdauungsprobleme und Darmparasiten sind mögliche und bei bestimmten Fischgruppen auch durchaus häufige Folgen. Meist endet die Tragödie dann mit dem Ableben unserer Pfleglinge. Folgende Empfehlungen sollten beachtet werden: - Füttern Sie 3-6 mal täglich eine Menge, die von den Fischen in ca. 20sec. vollständig aufgefressen wird. - Verwenden Sie bei mindestens einer Fütterung Lebend- oder Naturfutter - Füttern Sie Jungfische im Wachstum mind. 6 mal täglich. - Richten Sie für ausgewachsene Fische eine futterfreie Periode ein; z.B. wöchentlich einen Tag oder 14-tägig zwei Tage. Natürliche Bedingungen werden dadurch simuliert. - Lassen Sie Kinder oder Besucher nur unter Aufsicht füttern, so dass sie jederzeit die Kontrolle über die Futtermenge haben. Abwechslung: Füttern Sie ihren Tieren nicht nur Trockenfutter. Zierfische brauchen Abwechslung zum Wohlbefinden. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten immer nur dieselbe Nahrung. Sie ist sehr hochwertig und enthält alles, was Sie brauchen und schmeckt auch sehr gut. Trotzdem können Sie dieses Lebensmittel nach einigen Tagen nicht mehr sehen, geschweige denn zu sich nehmen. Wenn Sie es nun aber immer weiter essen müssten, ginge es Ihnen zwar medizinisch/theoretisch gut. In Wirklichkeit wäre aber Ihr aller größtes Verlangen, mal was anderes zu essen und Sie würden sich sicherlich nicht wirklich wohl fühlen. Das sollten wir auch unseren Tieren nicht zumuten, auch wenn viele Hersteller diesen Umstand verschweigen. Außerdem wurde bereits im vorigen Kapitel beschrieben, dass zur Gesunderhaltung allen Lebens Naturfutter unbedingt erforderlich ist. ![]() WARUM FRESSEN UNSERE FISCHE MANCHMAL SO GIERIG? Wer kennt das nicht: Die Aquarienfische schwimmen eifrig und im Pulk herbei, wenn der/die Aquarianer/in ans Becken geht. Das Wasser brodelt schon, bevor das Futter ins Becken gegeben wird. Insbesondere für Besitzer von Cichlidenbecken oder Aquarien mit Barbenbesatz ist das ein bekanntes Bild. Warum sind unsere Pfleglinge oft so gierig? Fische können weit effektiver als zum Beispiel Säugetiere ihren Stoffwechsel an die Umweltbedingungen anpassen. Diese Umweltbedingungen verändern sich in der Natur über die Jahreszeiten oft grundlegend. So sind z.B. Salmler, wie der Rote Neon (Paracheirodon axelrodi) in der Trockenzeit oft über Monate hinweg gezwungen mit sehr wenig Futter auszukommen. Oder polygame Cichliden aus den Ostafrikanischen Seen, die während der Balz bis zu zwei Monate ganz auf Nahrung verzichten. Beide Fischfamilien, so unterschiedlich sie auch sind, setzen dabei auf das selbe Rezept: Verlangsamung des Stoffwechsels und Energiezehrung aus den angesammelten Speichern. Und was für uns Menschen noch interessanter ist: Fische haben dabei keinen Hunger! Wenn nun aber ein Überangebot an Nahrung besteht, wird natürlich gefressen, was das Zeug hält. Die Fettvorräte werden aufgefüllt und die Tiere wachsen. Sie haben in dieser Zeit auch ständig Hunger! Das heißt, wenn unsere Aquarienfische überaus gierig fressen, sind sie stark gefüttert. Beziehungsweise, wenn diese Periode zu lange andauert (über eine Woche), überfüttern wir sie. Zum Einen verkürzen wir die Lebenserwartung unserer Lieblinge durch dauerhafte Überfütterung und Verfettung um ein Beträchtliches. Manche Artengruppen neigen auch zu starker und für das Tier belastender Übergröße (viele Malawibuntbarsche). Zum Andern sind überfütterte Fische genauso krankheitsanfällig wie unterernährte Tiere (wobei Unterernährung in der Aquaristik praktisch nicht vorkommt; nur in der Natur). Überfütterung und Fehlernährung ist in der Aquaristik eine häufige Krankheitsursache. Wenn wir gieriges Fressen bei unseren Lieblingen feststellen, sollten wir sie durchaus einige Tage gar nicht füttern. Der Hunger verschwindet nach einiger Zeit. Wenn die Tiere dann wieder zum ersten mal gefüttert werden, stellen wir immer ein viel ruhigeres Fressverhalten fest. Es muss jetzt darauf geachtet werden, dass das auch so bleibt (meist reicht ein Bruchteil der bisher verwendeten Futtermenge), denn falsch verstandene Tierliebe ist vor allem beim Füttern fehl am Platz. ![]() FISCHFUTTER RICHTIG AUFBEWAHREN Auf jeder Dose steht es, meist etwas versteckt aber doch fehlt es nie - das Mindest-Haltbarkeits-Datum (MHD). Es sagt uns, bis wann das erworbene Futtermittel wenigstens haltbar ist. Was aber ist mit Haltbarkeit gemeint? Grundsätzlich garantiert das MHD, dass das Futtermittel bis zum angegebenen Zeitpunkt nicht verdorben ist und alle ausgewiesenen Zusatzstoffe (z.B. Vitamine) in der vom Hersteller angegebenen Menge noch vorhanden sind. Die mit dem MHD verbundene Garantie gilt jedoch nicht mehr, wenn das Futtermittel falsch aufbewahrt wurde. Der Gesetzgeber geht dabei z.B. von einer Lagertemperatur von 16°C, keine Einwirkung von direktem Licht und Feuchtigkeit, usw. aus. Genauso, wie durch falsches Aufbewahren die Qualität des Futters schneller verfällt, kann natürlich umgekehrt durch optimale Lagerung die Haltbarkeit der Vitalstoffe, wie Vitamine oder Xanthine (natürliche Farbstoffe) verlängert werden. Vor allem die gerne verwendeten Farbfutter, wie Naturefood® Premium Color plus oder Premium Marin sollten immer optimal gelagert werden. Ein Farbfutter, das im Sommer geöffnet auf dem Fensterbrett in der prallen Sonne und am "Besten" noch in einer durchsichtigen Dose aufbewahrt steht, erfüllt bereits nach einigen Tagen seinen Zweck nicht mehr ausreichend. Was sind die wesentlichen Faktoren: - Temperatur - die optimale Aufbewahrungstemperatur liegt bei +6°C - luftdichte, stets geschlossene Verpackung - kein Lichteinfluß - immer auf lichtdichte Verpackung achten, bzw. lichtdicht umverpacken - keine Feuchtigkeit und kein Kontakt mit anderen Stoffen Was heißt das in der Praxis: - Der optimale Aufbewahrungsort für Fischfutter ist der Kühlschrank oder ein ähnlicher Ort. - Nicht mit den Fingern in die Futterdose fassen (Handschweiß), sondern z.B. mit einem ganz kleinen Löffelchen - Nach dem Füttern die Dose sofort verschließen und am Besten in den Kühlschrank stellen. - Wenn eine Menge erworben wurde, die mehrere Monate reicht, diese Menge in mehrere kleine Döschen abfüllen. Zumindest die Dosen die nicht benutzt werden, sind fest verschlossen im Kühlschrank gelagert. - Plastikbeutel sind in aller Regel undicht. Im Plastikbeutel gekauftes Futter hat meist eine sehr geringe Haltbarkeit. Es sollte in Dosen umgefüllt werden. Futter im Plastikbeutel, das bei Selbstabfüllern erstanden wurde, ist häufig minderwertig und auch den günstigeren Preis nicht wert. Die Lagerzeit im Beutel war oft zu lang und die Vitalstoffe haben sich verflüchtigt, noch bevor das Futter beim Aquarianer eintrifft. |
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Pflanzliches Lebendfutter :



